Seit dem 1. Oktober läuft bundesweit der Licht-Sicht-Test – und das bereits zum 70. Mal. Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV-Kfz) und die Deutsche Verkehrswacht (DVW) rechnen in diesem Oktober mit rund vier Millionen Fahrzeugprüfungen in deutschen Werkstätten.
Eine Traditionsaktion wird 70
Was 1956 als reiner „Licht-Test“ startete, ist längst zu einer festen Institution der Verkehrssicherheitsarbeit in Deutschland geworden. Die herbstliche Aktion läuft traditionell den gesamten Oktober über und soll Autofahrer dafür sensibilisieren, dass funktionierende Beleuchtung und gute Sichtverhältnisse besonders in der dunklen, nassen Jahreszeit über die Sicherheit auf der Straße entscheiden. ZDK-Präsident Thomas Peckruhn betont dazu, die Aktion verbinde „Tradition mit zeitgemäßer Verkehrssicherheit und einem konkreten Nutzen für Autofahrer“. Zum Jubiläum steht die Aktion erstmals unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers.
Vom Licht-Test zum Licht-Sicht-Test
Inhaltlich ist die Aktion über die Jahre gewachsen. Im Zentrum steht weiterhin die klassische Kontrolle der kompletten Fahrzeugbeleuchtung – Scheinwerfer, Rückleuchten und deren korrekte Einstellung. Seit dem vergangenen Jahr können teilnehmende Kfz-Meisterbetriebe auf Wunsch der Kunden zusätzlich weitere sicherheitsrelevante Komponenten prüfen, darunter Reifen, Scheibenwischer und die Windschutzscheibe. Aus dem reinen Licht-Test ist damit faktisch ein kleiner Herbst-Sicherheitscheck geworden, der unter dem bekannten Namen weiterläuft.
Kostenloser Check, aber Aufwand für die Werkstätten
Für Autofahrer ist der Check in der Regel kostenlos – Kosten entstehen erst, wenn tatsächlich Ersatzteile oder Reparaturen notwendig werden. Üblicherweise gibt der ZDK rund drei Millionen Prüfplaketten pro Jahr aus; bei geschätzten vier Millionen durchgeführten Checks zeigt sich, wie viele Fahrzeuge die Prüfung ohne Beanstandung durchlaufen – und wie viele eben nicht. Für Betriebe bedeutet die Aktion einen spürbaren Zustrom an Kurzterminen im gesamten Oktober, der sich mit dem regulären Werkstattbetrieb und den parallel laufenden Räderwechsel-Terminen überlagert.
Terminmanagement als Erfolgsfaktor
Gerade in Aktionsmonaten wie diesem zeigt sich, wie wichtig eine saubere Terminplanung für Werkstätten ist: Viele Kunden kommen spontan oder mit kurzem Vorlauf zum kostenlosen Check, während gleichzeitig reguläre Werkstatttermine und die Hochsaison für den Reifenwechsel laufen. Ohne strukturierte Planung drohen Wartezeiten und Doppelbelegungen von Hebebühnen. Ein digitaler Werkstattplaner und Terminplaner hilft, kurzfristige Aktionstermine wie den Licht-Sicht-Test sinnvoll in die bestehende Kapazitätsplanung einzutakten, statt sie improvisiert nebenher abzuwickeln.
Unterstützer und Partner der Aktion
Unterstützt wird der Licht-Sicht-Test 2026 unter anderem von Finn/Osram, der Zeitschrift „Auto Bild“, der Nürnberger Versicherung und Hella Gutmann. Die breite Partnerschaft aus Verbänden, Industrie und Medien unterstreicht den Stellenwert, den die Aktion über sieben Jahrzehnte im deutschen Kfz-Gewerbe erlangt hat.
Quelle: autohaus.de, 30.09.2026