Mit der AAG.technika 2026 hat die Alliance Automotive Group (AAG) ihr regionales Hausmesse-Format in diesem Jahr auf vier Standorte ausgeweitet. Nach Augsburg und Halle (Saale) folgen Ende Oktober Münster und im November Karlsruhe – ein Format, das zeigt, wie sich Werkstattmessen zunehmend dezentral und praxisnah statt zentral und messehallenlastig organisieren.
Vier Standorte statt einer Großveranstaltung
Die AAG.technika ist die Hausmesse der Alliance Automotive Group Germany, zu der Marken wie Coler und AAG Distribution gehören. Statt wie viele große Branchenmessen an einem zentralen Standort stattzufinden, tourt die Veranstaltung 2026 durch vier Regionen: Augsburg und Halle (Saale) liegen bereits hinter dem Veranstalter, am 24. Oktober folgt Münster, den Abschluss bildet am 7. November Karlsruhe unter dem Namen „AAG.winterzauber“. Jeder Termin findet samstags von 9 bis 17 Uhr statt.
Für Werkstätten und Teilehändler bedeutet das kürzere Anfahrtswege und einen stärker regional geprägten Austausch mit Herstellern und Branchenkollegen, statt eines einzigen überregionalen Großereignisses mit entsprechend höherem Reiseaufwand.
Schwerpunkt auf Originalteile-Marken und Werkstattkonzepte
Im Zentrum der Veranstaltung steht die sogenannte AAG.world, in der die Sortimente verschiedener Originalteilemarken sowie die AAG-Eigenmarken NAPA und primetool präsentiert werden. Ergänzt wird das Angebot durch digitale Katalogsysteme, Dienstleistungen aus dem Bereich Check & Repair sowie Werkstattkonzepte – darunter NexDrive mit Fokus auf Elektromobilität. Nach Angaben des Veranstalters waren die bisherigen Stationen in Augsburg und Halle gut besucht; neben Produktinformationen stand vor allem der direkte Austausch zwischen Fachbesuchern, Herstellern und Branchenvertretern im Mittelpunkt.
Technikdemonstrationen und Motorsport-Aktionen runden das Programm ab – ein Format, das sich erkennbar an der großen Automechanika orientiert, diese aber in kompakterer, regionaler Form nachbildet.
Einordnung: Regionale Hausmessen als Ergänzung zur Leitmesse
Die großen Branchenleitmessen wie die Automechanika in Frankfurt bleiben weiterhin der zentrale Treffpunkt für Industrie, Werkstatt und Handel – 2026 verzeichnete sie laut Branchenberichten einen weiteren Besucherzuwachs auf über 112.000 Fachbesucher. Regionale Formate wie die AAG.technika erfüllen daneben eine andere Funktion: Sie erreichen Werkstattbetriebe direkt vor Ort, mit geringerem Zeit- und Reiseaufwand, und richten sich stärker an den operativen Alltag kleiner und mittelständischer Betriebe als an große internationale Trendthemen.
Für Werkstätten, die solche Veranstaltungen besuchen, lohnt sich häufig der Blick auf Aussteller aus dem Bereich Werkstattsoftware und Terminplanung – ein Bereich, der in den vergangenen Jahren auf nahezu jeder Fachmesse an Raum gewonnen hat. Wer die eigene Terminplanung und Kapazitätsauslastung digital organisieren will, findet dazu auch unabhängig von Messeterminen Informationen im CATAMA Kfz-Werkstattplaner.
Ausblick
Mit Münster (24. Oktober) und Karlsruhe (7. November) stehen die letzten beiden Termine der AAG.technika 2026 noch bevor. Ob das vierteilige Regionalformat 2027 fortgeführt oder weiter ausgebaut wird, hat der Veranstalter bislang nicht offiziell angekündigt.
Quelle: AUTO SERVICE PRAXIS