CARA-Zertifizierung für Mahle E-Scan: Batteriecheck für E-Autos als Qualitätsstandard

Mahle hat für seine Batterie-Diagnosefunktion „E-Scan“ die Zertifizierung „Battery Health Check CARA approved“ erhalten. Der europäische Gebrauchtwagenhändlerverband CARA bestätigt damit, dass die Bewertung des Batteriezustands europäischen Qualitätsstandards entspricht – ein Signal, das für Werkstätten im wachsenden Geschäft mit E-Gebrauchtwagen relevant ist.

Was die Zertifizierung bedeutet

E-Scan ist bereits als Standardfunktion auf den Diagnosegeräten TechPro und Connex von Mahle verfügbar. Das System liest den State of Health (SOH) der Hochvoltbatterie sowie weitere Parameter über die standardisierte EOBD-Schnittstelle aus und vergleicht sie mit Originaldaten der Fahrzeughersteller. Laut Hersteller dauert die Analyse weniger als zwei Minuten und kommt ohne Testfahrt aus. Die CARA-Zertifizierung bescheinigt, dass dieses Verfahren einem einheitlichen europäischen Qualitätsstandard folgt – damit wird die Diagnose über Länder und Werkstätten hinweg vergleichbar.

Warum das für Werkstätten wichtig ist

Die Hochvoltbatterie kann bis zu 60 Prozent des Fahrzeugwertes eines Elektroautos ausmachen. Für Werkstätten, die im Gebrauchtwagenhandel oder bei der Ankaufsbewertung von E-Fahrzeugen mitwirken, ist eine schnelle, belastbare Einschätzung des Batteriezustands deshalb ein handfester Mehrwert gegenüber Kunden – und ein Argument, mit dem sich Diagnoseleistungen auch wirtschaftlich rechtfertigen lassen. Felix-Matthias Walter, Leiter Service Solutions bei Mahle Lifecycle and Mobility, verweist laut Unternehmensmitteilung darauf, dass Betriebe die Kundenfrage nach dem Batteriezustand nun ohne zusätzliche Investition schnell beantworten können.

Einordnung in die Diagnose-Landschaft

Mahle positioniert E-Scan bewusst als schnellen Erst-Check und nicht als vollständige Tiefenanalyse. Für detailliertere, herstellerunabhängige SOH-Analysen bietet der Hersteller zusätzlich das Gerät E-Health Charge an, das laut Hersteller innerhalb von 15 Minuten eine genauere Bewertung liefert und sich auch als DC-Ladegerät nutzen lässt. Damit reagiert Mahle auf eine Entwicklung, die auch andere Anbieter wie Aviloo oder Dekra mit eigenen Batteriediagnose-Lösungen vorantreiben: Je mehr E-Fahrzeuge in den Werkstattalltag kommen, desto wichtiger wird eine schnelle, standardisierte Einschätzung des Batteriezustands als fester Bestandteil der Serviceleistung.

Praktische Relevanz für den Werkstattbetrieb

Für Betriebe, die E-Scan oder vergleichbare Verfahren einsetzen wollen, lohnt sich die feste Einplanung solcher Kurz-Checks im Tagesablauf – etwa als zusätzlicher Prüfpunkt bei Inspektion oder Ankaufsuntersuchung. Eine strukturierte Termin- und Werkstattplanung hilft dabei, solche kurzen Zusatzchecks ohne Reibungsverluste in bestehende Serviceaufträge einzubauen, statt sie als separate Termine zu behandeln.

Quelle: autohaus.de

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