Der DAT-Report 2026 zeigt einen klaren Trend: Autofahrer lassen ihr Fahrzeug seltener in die Werkstatt bringen, zahlen dafuer im Schnitt aber deutlich mehr als noch vor wenigen Jahren. Fuer Kfz-Betriebe bedeutet das steigenden Handlungsdruck bei Preistransparenz, Terminverfuegbarkeit und Kundenbindung.
Weniger Auftraege, hoehere Rechnungen
Die Deutsche Automobil Treuhand (DAT) hat fuer ihren jaehrlichen Report 4.666 private Pkw-Halter repraesentativ befragt. Das zentrale Ergebnis: Im Jahr 2025 sind die Kosten fuer Fahrzeugwartung und -reparatur deutlich gestiegen, waehrend die Anzahl der durchgefuehrten Arbeiten zurueckging. Wer 2025 eine Wartung durchfuehren liess, zahlte laut der Marktanalyse im Schnitt 542 Euro, eine Reparatur schlug mit durchschnittlich 604 Euro zu Buche. Im Vergleich zu 2020 entspricht das einem Anstieg von 27 beziehungsweise 30 Prozent.
Kunden aendern ihr Verhalten
Die Studienautorinnen und -autoren Uta Heller und Martin Endlein sehen in den gestiegenen Kosten den Hauptgrund dafuer, dass rund 60 Prozent aller Pkw-Halter ihr bisheriges Verhalten geaendert haben. Viele lassen laut DAT-Report nur noch das Notwendigste reparieren, fragen im Bekanntenkreis nach Empfehlungen oder suchen gezielt nach Werkstaetten, die bestimmte Arbeiten guenstiger anbieten. Diese Entwicklung erhoeht den Preisvergleichsdruck auf Fachbetriebe, auch wenn die grundsaetzliche Bindung an den gewaehlten Kfz-Betrieb laut der Befragung weiterhin hoch ist.
Optimierungspotenzial bei Terminen und Kommunikation
Trotz der engen Kundenbindung sieht etwa die Haelfte der Befragten noch Verbesserungsbedarf bei ihrer Werkstatt. Am haeufigsten genannt wird die kurzfristige Terminsituation (50 Prozent), gefolgt von attraktiveren Angeboten (37 Prozent), besseren Kontakt- und Kommunikationsmoeglichkeiten (35 Prozent) sowie kundenfreundlicheren Oeffnungszeiten (32 Prozent). Der Report macht damit deutlich, dass Preis allein nicht der einzige Hebel ist: Eine schnelle, transparente Terminvergabe und reibungslose Kommunikation koennen Kundinnen und Kunden trotz steigender Kosten im Betrieb halten.
Was das fuer die Werkstattorganisation bedeutet
Fuer Kfz-Betriebe liegt der naheliegende Schluss nahe, genau an den Punkten anzusetzen, die Kunden am staerksten stoeren. Eine klare, digital gestuetzte Terminplanung verkuerzt Wartezeiten und schafft Transparenz darueber, wann ein Fahrzeug tatsaechlich bearbeitet werden kann – ein Werkstattplaner mit Online-Terminbuchung kann hier helfen, die vom DAT-Report identifizierte Schwachstelle „kurzfristige Terminsituation“ direkt zu entschaerfen. Mehr dazu im CATAMA Kfz-Werkstattplaner und Terminplaner.
Fazit
Der DAT-Report 2026 bestaetigt einen Trend, der sich in den letzten Jahren bereits angedeutet hat: Steigende Werkstattpreise veraendern das Kundenverhalten messbar. Betriebe, die bei Terminverfuegbarkeit, Kommunikation und Preistransparenz nachbessern, koennen dem Preisdruck mit besserem Service entgegenwirken, statt allein ueber den Preis zu konkurrieren.