Licht-Sicht-Test 2026: Werkstätten erwarten vier Millionen Fahrzeugchecks im Oktober

Mit dem Licht-Sicht-Test startet seit dem 1. Oktober 2026 zum 70. Mal die größte Verkehrssicherheitsaktion Deutschlands. Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Bundesinnungsverband des Kraftfahrzeughandwerks (BIV-Kfz) und Deutsche Verkehrswacht (DVW) rechnen im Oktober mit rund vier Millionen Fahrzeugchecks in Kfz-Werkstätten – ein Volumen, das viele Betriebe organisatorisch fordert.

Vom Licht-Test zum Licht-Sicht-Test

Was 1956 als reiner Licht-Test begann, ist seit 2025 zum „Licht-Sicht-Test“ erweitert worden: Kfz-Meisterbetriebe prüfen auf Wunsch nicht mehr nur die Fahrzeugbeleuchtung, sondern auch weitere sicherheitsrelevante Komponenten wie Wischerblätter, Reifen und die Windschutzscheibe. Auch moderne, elektronisch gesteuerte Beleuchtungssysteme werden bei Bedarf kontrolliert und können gegebenenfalls nachgerüstet werden. Für Autofahrer ist der Grundcheck in der Regel kostenlos; Kosten entstehen nur für notwendige Ersatzteile sowie Reparatur- und Einstellarbeiten, etwa bei intelligenten Scheinwerfersystemen.

Bundesinnungsmeister Detlef Peter Grün betont den praktischen Nutzen: Der Check sei schnell gemacht und helfe, Mängel frühzeitig zu erkennen. ZDK-Präsident Thomas Peckruhn verweist auf die Weiterentwicklung der Aktion, die „Tradition mit zeitgemäßer Verkehrssicherheit“ verbinde. Wer teilnimmt, erhält eine Licht-Sicht-Test-Plakette 2026 für die Windschutzscheibe; rund drei Millionen davon werden üblicherweise ausgegeben. Ergänzt wird die Aktion durch ein bundesweites Gewinnspiel, bei dem in diesem Jahr erneut ein Elektrofahrzeug als Hauptgewinn verlost wird.

Organisatorische Belastung für Werkstätten im Herbst

Für die beteiligten Betriebe bedeutet die Aktion in den Herbstwochen ein deutlich höheres Durchlaufvolumen an Kurzterminen, das sich mit dem laufenden Werkstattalltag – Inspektionen, Reparaturen, Reifenwechsel – überlagert. Anders als klassische Werkstattaufträge sind Licht-Sicht-Test-Checks meist kurzfristig und ungeplant: Kunden kommen spontan oder nach Aufruf durch die Kampagne, oft ohne vorherige Terminvereinbarung. Betriebe, die solche Spontanchecks effizient in die bestehende Tagesplanung einbauen, vermeiden Wartezeiten und können gleichzeitig Zusatzgeschäft bei erkannten Mängeln – etwa defekten Wischerblättern oder abgenutzten Reifen – direkt in die Auftragsplanung übernehmen.

Eine übersichtliche digitale Terminplanung erleichtert genau diesen Spagat zwischen Spontanaufkommen und gebuchten Aufträgen. Werkstätten, die ihre Kapazitäten tagesaktuell im Blick haben, können kurzfristige Lücken für den Licht-Sicht-Test nutzen, ohne reguläre Kundenaufträge zu verschieben. Ein Beispiel für ein entsprechendes Werkzeug ist der Kfz-Werkstattplaner und Terminplaner, mit dem sich freie Kapazitäten und Express-Checks neben der regulären Auftragsplanung abbilden lassen.

Einordnung für die Praxis

Für Werkstattbetriebe ist die Aktion vor allem ein planbares saisonales Ereignis: Sie läuft bundesweit den gesamten Oktober und wird von Partnern wie FINN, OSRAM, Auto Bild, Nürnberger Versicherung und Hella Gutmann unterstützt. Wer den erhöhten Kundenandrang antizipiert und Personalkapazitäten sowie Terminslots entsprechend plant, kann die Aktion nicht nur als Sicherheitsbeitrag, sondern auch als Gelegenheit für zusätzliche Serviceaufträge im vierten Quartal nutzen.

Quelle: ZDK/BIV-Kfz, Pressemitteilung vom 30.09.2026

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